Hypomenorrhoe – schwache Regelblutung

Die zu schwache Regelblutung bedeutet, dass man pro Blutung weniger als 25ml Blut verliert oder weniger als 2 Tampons und Binden pro Tag braucht. Auch eine verkürzte Regelblutung (weniger al 1-2 Tage) zählt hier dazu.

Ursachen für eine schwache Regelblutung können sein:
(Ursachen aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin findest Du hier)

  • Hormonelle Störungen_
    Östrogenmangel führt dazu, dass sich nur wenig Gebärmutterschleimhaut aufbauen kann und somit die Blutung entsprechend schwach ausfällt, weil nur wenig Schleimhaut abgestoßen werden muss. Dies kann z.B. zu Beginn der Wechseljahre der Fall sein, oder auch nach Absetzen der Pille.
  • Starkes Untergewicht
  • Starkes Übergewicht
  • Entzündliche Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut
  • Operative Eingriffe wie z.B. eine Ausschabung.
  • Blutmangel

Warum solltest Du den Fluss deines Blutes anregen wollen?

Wenn Du z.B. schwanger werden möchtest, ist es wichtig, dass deine Gebärmutterschleimhaut sich dick genug aufbaut, damit das Ei sich einnisten kann.
Außerdem gilt, zumindest in der Naturheilkunde, die Menstruation auch als Reinigung für den Körper.

Teerezept für eine zu schwache Regelblutung:

  • Frauenmantelkraut 2 Teile (Zyklus und Blutungsregulierend)
  • Rosmarinblätter 1,5 Teile (wärmt und fördert die Blutung)
  • Zimtrinde 2 Teile (wärmt und bewegt)
  • Johanniskraut 2 Teile (Stimmungsaufhellend, Hormonregulierend) !Johanniskraut kann die Wirkung der Pille beeinflussen.

Zwei gehäufte Teelöffel Pro Tasse mit 150ml kochendem Wasser übergießen und zugedeckt ca. 15 Minuten ziehen lassen.
2-3 Tassen am Tag über den gesamten Zyklus trinken.

Wenn Du zu Trockenheit und Hitze neigst solltest Du die Zimtrinde weglassen, denn Zimtrinde ist von seiner Wirkung her sehr warm.

Hypermenorrhoe

Beinahe jede 5. Frau leidet an einer zu starken Regelblutung

Als zu starke Regelblutung gilt wenn:

  • mehr als 80ml Blut verloren wird
  • mehr als 5-8 Binden und Tampons über den Tag gebraucht werden
  • Du nachts aufstehen musst um die Binden zu wechseln

 

In vielen Fällen liegen keine organischen Ursachen dafür vor. Betroffen sind vor allem meist junge Frauen.

Organische Ursachen für eine zu starke Regelblutung können sein:
-> hormonelle Ungleichgewichte
-> gutartige Wucherung der Gebärmuttermuskelschicht (Myom)
-> Entzündung der Gebärmutterschleimhaut
-> Polypen
-> Störungen der Blutgerinnung

In jedem Fall sollte eine zu starke Regelblutung die über einen längeren Zeitraum besteht immer Gynäkologisch abgeklärt werden.

Du kannst in jedem Fall versuchen mit naturheilkundlichen Mitteln Linderung zu schaffen.
Auch besonders, weil eine dauerhaft starke Regelblutung zu Anämie und damit starker Erschöpfung und Abgeschlagenheit führen kann.

Teerezept für zu starke Regelblutung:

Schafgarbenkraut 3 Teile
Hirtentäschelkraut 3 Teile
Besenginsterkraut 2 Teile
Vogelknöterichkraut 1 Teil
Frauenmantelkraut 1 Teil

Zubereitung: Pro Tasse zwei gehäufte Teelöffel der Mischung mit 150ml kochendem Wasser übergießen und zugedeckt ca. 15 Minuten ziehen lassen.
Ab einer Woche  vor Beginn der Menstruation getrunken 2-3 Tassen pro Tag trinken.

Schmerzhafte Regelblutung und was ihr dagegen tun könnt


Dysmenorrhoe die schmerzhafte Regelblutung gehört zu den häufigsten Zyklusproblemen unter denen Frauen leiden.

Die schmerzhaften Krämpfe sind teilweise begleitet von Kopfschmerzen,  Übelkeit, Durchfall bis hin zur Ohnmacht. In vielen Fällen liegen keine organischen Erkrankungen als Ursachen dafür vor. Dennoch leiden die betroffenen Frauen sehr darunter.

 

Ursachen können sein:

Primäre Dysmenorrhoe:
(schmerzhafte Regelblutung seit Beginn der Menstruation (Menarche))

  • Hier liegen meist keine organischen Erkrankungen zugrunde
  • Lageanomalien der Gebärmutter
  • Fehlbildung der Gebärmutter
  • Psychische Faktoren

Sekundäre Dysmenorrhoe:
(im Laufe des Lebens erworbene schmerzhafte Regelblutung)

  • Endometriose
  • Eierstockszysten
  • Gebärmutterentzündungen
  • hormonelle Ungleichgewichte
  • Psychische Faktoren
  • mechanische Verhütungsmittel

Begünstigende Faktoren können sein:

  • Ungesunde Lebensweise
  • Stress
  • das Tragen von Tampons
  • Baden in kaltem Wasser während der Menstruation

 

Wie entstehen die Schmerzen?

Die Gebärmutter unterstützt das Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut durch Kontraktionen die durch Prostaglandine (Prostaglandine sind lokale Gewebshormone und spielen eine Rolle bei der lokalen Schmerzvermittlung) gesteuert werden. Sind die Kontraktionen ungewöhnlich stark und länger als üblich, kann es zu einer Minderdurchblutung kommen, was zu einer schlechten Sauerstoffversorgung des Gewebes und zu Regelschmerzen führen kann.

 

TCM

In der chinesischen Medizin geht man davon aus, dass schmerzhafte Regelblutung durch Qi oder Blut Stagnation entsteht, aber auch übermäßige Kälte und ein Mangel an Blut, Yang oder Yin kann zu solchen Symptomen führen.

Qi Stagnation:
schmerzen schon ab einer Woche vor Beginn der Blutung, gespannte Brüste, Gereiztheit, Weinerlichkeit, zögerlicher Beginn der Blutung, Klumpen im Blut.

Blut Stagnation:
Intensiver, messerartiger Schmerz vor oder während der Regel, dunkle Blut mit großen Klumpen. Schmerz ist fixiert und wird nach dem Abgang der Klumpen besser.

Kälte Stagnation:
Besserung der Schmerzen durch Wärme, spärliches und hellrotes Regelblut, kleine, dunkle Klumpen, Schmerzen in den Lenden.

Qi und Blut Mangel:
dumpfer Schmerz gegen Ende der Blutung, Besserung der Schmerzen durch Druck, Müdigkeit, leichter Schwindel, weiche Stühle.

Yang Mangel:
Dumpfer Schmerz, blasses Blut, keine Klumpen, Besserung der Schmerzen durch Druck und Wärme, Kältegefühl, Depression

Yin Mangel:
Dumpfer Schmerz gegen Ende der Blutung, Erschöpfung, Rückenschmerzen, spärliche Blutung, Schwindel, unscharfes Sehen, Tinnitus.

 

Was Du dagegen tun kannst:

 

Tee-Rezept gegen Regelschmerzen
Johanniskraut
Scharfgarbenkraut
Melissenblätter
Frauenmantel
Kamillenblüten

Je einen Teil mit 150ml kochendem Wasser übergießen und 10-15 Min. ziehen lassen.
2-3x tägl. 1 Tasse Tee eine Woche vor Mens.

 

Heiße sieben:
3x am Tag 10 Tabletten Schüsslersalz Nr. 7 (Magnesium Phosphoricum D6) in warmem Wasser auflösen und in kleinen Schlucken trinken.
-> wirkt beruhigend und entspannend auf den Unterleib.

Kurkuma: (mehr über Kurkuma bei schmerzhafter Regelblutung erfährst im HIER)

Wärme:
Eine Wärmflasche oder ein Wärmepflaster auf den Unterbauch legen.
-> Wärme entspannt die Muskulatur und hilft damit gegen  die Krämpfe.

Kinesiotape:
Kinesiotape auf den Unterbauch und oder die Lendenwirbelsäule kleben (eine genaue Anleitung dazu bekommst Du in einem der nächsten Türchen von uns).

Bewegung:
Durch die Bewegung wird das Becken besser durchblutet und die Verkrampfungen (Qi Stagnation) können sich lösen.

 

 

Die angegebenen Tipps gegen Regelschmerzen sind allgemeine Empfehlungen und ersetzen keinesfalls eine Ärztliche Behandlung.

PMS – Die Tage vor den Tagen

Das sogenannte PMS (Prämenstruelles Syndrom)  betrifft drei von vier Frauen im Gebärfähigen Alter.

Die Beschwerden beginnen 10 bis 14 Tage vor der Periode und enden zwischen dem 1 und 4 Zyklustag.
Meist betrifft es Frauen zwischen 20 und 50 Jahren. Gekennzeichnet ist das PMS dadurch, dass unterschiedliche körperliche und ssychische Beschwerden, regelmäßig wiederkehrend zwischen dem Eisprung und der Menstruation auftreten.

Symptome:
Symptome können Sowohl Psychisch als auch Körperlich sein.

Körperliche Symptome:

  • Gespannte, schmerzhafte Brüste
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Rückenschmerzen
  • Krämpfe im Unterleib
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Wassereinlagerungen im Gewebe

Psychische Symptome:

  • Weinerlichkeit
  • Gereiztheit
  • Unruhe
  • Ängstlichkeit bis hin zu Panikattacken
  • Antriebslosigkeit bis hin zu Depression

 

Ursache:

Ursache für PMS sind meist hormonelle Störungen.
In der Regel ist ein Ungleichgewicht von Östrogen, Progesteron und Prolaktin dafür verantwortlich.

In der zweiten Zyklushälfte ist das vorherrschende Hormon das Progesteron. Dieses wird nach dem Eisprung aus dem Gelbkörper gebildet.

Bei PMS ist das Progesteron meist im Mangel und es entsteht so eine relative Östrogendominanz.

D.h von dem Östrogen ist nicht wirklich zu viel vorhanden, sondern nur in Relation zu dem niedrigen Progesteron Spiegel.

 

Ursache für ein niedriges Progesteron gibt es viele. Z.B. durch eine Gelbkörperschwäche, erhöhtes Prolaktin (z.B. durch Stress), fehlende Eisprünge wie es z.B. zu Beginn der Wechseljahre oder durch die Einnahme der Pille der Fall sein kann. Aber auch durch Stress oder Cortisolmangel kann es zu einem Mangel an Progesteron kommen.

 

Basaltemperatur messen:
Eine Gelbkörperschwäche lässt sich auch ganz gut an der Temperaturkurve ablesen.

Entweder die Temperatur bleibt in der zweiten Zyklushälfte nicht konstant oben, oder sie steigt nur sehr langsam an. Eine Temperatur die gar nicht ansteigt in der zweiten Zyklushälfte weißt auf einen fehlenden Eisprung hin und damit auch auf eine gelbkörperschwäche, bzw. einen Progesteronmangel.

 

Was kannst Du selber dagegen tun?

Nährstoffe wie B-Vitamine sind besonders wichtig für die Hormonsynthese und sollten genügend vorhanden sein.

Achte auf ausreichend Bewegung, und eine gesunde Ernährung.

Zudem solltest Du darauf achten dass Du wenig Stress (kann Prolaktin erhöhen) hast wenn Du unter PMS leidest.

 

Frauenmanteltee zur Hormonregulation:

Viele Frauen mit PMS versuchen sich mit Mönchspfeffer zu helfen. Aber nicht alle vertragen ihn gut. Viel verträglicher und mindestens genauso wirksam ist der Frauenmanteltee.

Wenn Du eine wirklich tiefgreifende Wirkung erzielen möchtest, solltest Du ihn über einige Wochen als Kur zu dir nehmen.

Frauenmanteltee trägt zur Regulierung des Gelbkörpers bei.

Teerezept bei Unruhe und Nervosität:
Johanniskraut 2 Teile
Scharfgabenkraut 2 Teile
Hopfenzapfen 1 Teil
Frauenmantelkraut 2 Teile

Pro Tasse zwei gehäufte Teelöffel der Mischung mit 150ml  kochendem Wasser übergießen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.

 

 

Die hier angegebenen allgemeinen Tipps ersetzten keine Behandlung beim Arzt oder Heilpraktiker.

Menstruation:

Die Regelbutung (Menstruation) ist eine periodisch wiederkehrende Blutung, die ca. alle 28 Tage auftritt. Sie dient dem Abbau der Gebärmutterschleimhaut, die sich für die Einnistung eines befruchteten Eis aufgebaut hat und wieder abgebaut und ausgeschwemmt wird, wenn keine Befruchtung stattgefunden hat.
Sie ist in der Regel dunkelrot und enthält Fetzen von Gebärmutterschleimhaut und Sekrete.

Abbruchblutung:

Die Regelblutung ist nicht mit einer Abbruchblutung zu verwechseln, wie sie bei Pilleneinnahme zustande kommt.
Pillenanwenderinnen haben keine herkömmliche Regelblutung, sondern eine Abbruchblutung. Durch die Pillenpause (21-7) kommt es zu einem Hormonabfall, der die Blutung auslöst. Sie ist in der Regel weniger stark und etwas kürzer als die normale Regelblutung.

Die Erste Blutung wird Menarche genannt und tritt in der Regel zwischen dem 10-15 Lebensjahr ein.
Bis eine Frau zwischen 45-55 Jahren in die Wechseljahre kommt, hat sie ca. 500 Mal menstruiert.

Anfangs ist die Menstruation meist noch nicht regelmäßig, sollte sich aber innerhalb der ersten Jahre Jahren auf ca. 28-32 Tage einpendeln. Die Blutung selbst dauert etwa 4-5 Tage.
Übrigens: Das Menstruationsblut unterscheidet sich vom restlichen Blut lediglich dadurch, dass es nicht gerinnt.

Wie rechne ich einen Zyklus?
Spätestens wenn du zum Frauenarzt gehst, ist es von Vorteil, wenn du deinen genauen Zyklustag kennst.
Ein Zyklus geht vom ersten Tag der Blutung (Schmierblutung nicht mit gerechnet) bis zum letzten Tag vor der nächsten Blutung.

Zwei Zyklusphasen:
Ein Zyklus besteht grob aus zwei Phasen. Die Zeit vor dem Eisprung (Follikelphase) und die Zeit nach dem Eisprung (Luthealphase).

Der Eisprung ist der Zeitpunkt, an dem die herangereifte Eizelle vom Eierstock in den Eileiter abgegeben, wird wo sie 24h vom männlichen Samen befruchtet werden kann (Der Samen kann 5-7 Tage in der Scheide überleben).

In derselben Zeit, in der die Eizelle heranreift, wird in der Gebärmutter neue Schleimhaut (Endometrium) gebildet, welche das befruchtete Ei aufnimmt und ernährt. Wird das Ei nicht befruchtet, löst sich die oberste Schicht der Schleimhaut am Ende des Zyklus ab und wird über den Gebärmutterhals und die Scheide abgeblutet.

Muttermund finden

Der Muttermund – nahezu jede Frau hat ihn, aber die wenigsten wissen wo er sich befindet und wie er sich anfühlt……

 

Bei der Wahl der richtigen Menstruationstasse wirft der Muttermund mitunter die meisten Fragen auf. Viele Frauen versuchen ihn zu ertasten, sind sich aber unsicher, darüber ob sie wirklich den Muttermund oder etwas anderes ertastet haben. Andere ekeln sich wiederum sogar davor und wollen ihn gar nicht erst suchen.

Warum ist es gut  zu wissen wo dein Muttermund ist und wie er sich anfühlt?

Es kann jedoch in vielerlei Hinsicht Vorteile haben, mehr über die Lage und Beschaffenheit Deines Muttermund zu erfahren.

Bei einigen hormonfreien Verhütungsmethoden (symptothermale Verhütung ) wird die Höhe und Konsistenz des Muttermundes (unter anderen Merkmalen) zur Auswertung der fruchtbaren Phase verwendet. Auch bei Urvölkern war die Weitergabe des Wissens über den Muttermund von der Mutter an die Tochter zur Bestimmung der Fruchtbarkeit gang und gäbe.

Bei der Wahl deiner Menstruationstasse kann es dir helfen zu wissen, wie hoch dein Muttermund während der Menstruation liegt.
Wählst du eine Menstruationstasse die zu kurz ist (bei hohem Muttermund) kann dein Cup so weit hochrutschen, dass du nur noch schwer drankommst. Anders herum kann es vorkommen, dass die Menstruationstasse zu lang ist (bei tief liegendem Muttermund) und so mit dem oberen Rand an den Muttermund stößt. Ein tiefer liegender Muttermund ist aber prinzipiell kein Problem, denn er darf auch in der Menstruationstasse platziert werden. Der einzige Nachteil bei dieser Variante ist, dass er etwas Volumen wegnimmt und der Cup so etwas häufiger geleert werden muss. Wenn du einen sehr hohen Muttermund hast -7cm und höher- solltest du eine möglichst lange Menstruationstasse wählen.

Lage des Muttermundes

Der Gebärmutterhals (Zervix) bildet das untere Drittel der Gebärmutter und ist der Teil welcher zapfenförmig in die Scheide ragt.
Die kleine Öffnung an seinem Ende wird Muttermund genannt.

Der Muttermund liegt im hinteren Scheidengewölbe und verändert seine Lage und Konsistenz im Laufe des Zyklus.

Während des Eisprungs liegt er höher, wird weich und fühlt sich dann etwa so an wie die Mundlippen.
Nach dem Eisprung ist er wieder härter (etwa wie die Nasenspitze) und wandert etwas tiefer in die Scheide hinein.

 

The female internal reproductive organs are the vagina, uterus, uterine tubes and ovaries.

Die Beckenbodenmuskulatur 

Wofür braucht Frau die Beckenbodenmuskulatur und was hat das alles mit Menstruationstassen zu tun?

Beim Kauf Deiner Menstruationstasse ist es sehr vorteilhaft ungefähr zu wissen wie gut es um Deine Beckenbodenmuskulatur (im folgenden Beckenboden genannt) bestellt ist. Menstruationstassen gibt es in unterschiedlichen Härtegraden, für verschieden starke Beckenbodenmuskulaturen. Hast Du einen schwächeren Beckenboden brauchst Du einen weicheren Cup als für einen starken Beckenboden. Bei einem sehr gut trainierten Beckenboden solltest Du eine etwas festere Menstruationstasse verwenden. Ist die Menstruationstasse zu weich für Deine Beckenbodenmuskulatur kann sie sich nicht entfalten oder wird von der Muskulatur eingedrückt, so dass sie nicht dicht ist. Ist der Cup jedoch zu hart für Deinen Beckenboden kann es passieren, dass sie unangenehm drückt oder sogar herausrutscht, weil die Muskulatur sie nicht halten kann.

 

Die Beckenbodenmuskulatur ist ein Verbund von Muskeln und Bindegewebe, welche den Boden der Beckenhöhle bilden und die Beckenorgane an Ihrem Platz halten.

Hauptfunktionen der Beckenbodenmuskulatur sind

  • Anspannen (Kontinenz)
  • Entspannen (Urinieren, Stuhlgang, Geschlechtsverkehr)
  • Reflektorische gegen halten (Husten, Nießen, Lachen, Hüpfen, schwere Lasten tragen).

Zu einer Schwächung des Beckenbodens kann es durch Übergewicht, eine schlechte Körperhaltung, chronischer Überbelastung, schlechtes Bindegewebe, Geburten und teilweise auch Medikamenten kommen.

Eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur kann zu Stuhl- und Harninkontinenz, Gebärmutter- und Blasensenkung, sowie zu Scheidenvorfall führen.

Mit einem gezielten Training der Beckenbodenmuskulatur kann die Schwächung jedoch in den meisten Fällen behoben werden und Organsenkungen oder Inkontinenz, je nach Schweregrad, behoben werden.

 

Soviel zur Theorie……….
Wie kannst Du testen wie gut es um Deinen Beckenboden bestellt ist?

Es gibt verschiedene Kriterien die darauf hinweisen wie gut Deine Beckenbodenmuskulatur ist.

Hinweise für einen geschwächten Beckenboden:

  • Du bist übergewichtig
  • Du hast ein unangenehmes Druckgefühl nach unten
  • Du musst häufig nachts zur Toilette
  • Du spürst eher wenig beim Geschlechtsverkehr
  • Du arbeitest viel im Stehen
  • Du musst viel schwer Heben
  • Du machst regelmäßig Krafttraining
  • Deine Muskeln pulsieren beim Orgasmus eher schwach
  • Du kannst den Urinstrahl beim Wasserlassen nicht unterbrechen
  • Du verlierst Urin beim Nießen, Lachen, Hüpfen
  • Du spürst das Anspannen deiner Beckenbodenmuskulatur (gleiche Bewegung wie beim Urin anhalten) bei eingeführtem Finger nur leicht bis gar nicht
  • Du hast kein Beckenbodentraining nach der Geburt Deiner Kinder gemacht

Mittel guter Beckenboden:

  • Du kannst den Urin einigermaßen lange halten
  • Du kannst beim Wasserlassen den Urinstrahl unterbrechen
  • Du spürst das Anspannen Deiner Beckenbodenmuskulatur bei eingeführtem Finger gut
  • Du hast nach der Geburt Deiner Kinder immer Beckenbodentraining gemacht

Sehr guter Beckenboden:

  • Du kannst Urin lange halten, auch wenn die Blase schon recht voll ist
  • Du kannst beim Wasserlassen den Urin problemlos anhalten
  • Du spürst das Anspannen Deiner Beckenbodenmuskulatur bei eingeführtem Finger gut bis sehr gut
  • Du machst regelmäßig Sportarten die die Beckenbodenmuskulatur trainieren wie z.B. Reiten, Yoga, Pilates, Standuppaddeling, Surfen.
  • Du hast sehr gutes Bindegewebe
  • Du spürst sehr viel beim Geschlechtsverkehr und beim Orgasmus pulsieren die Muskeln stark

Die gute Nachricht ist…

Die Beckenbodenmuskulatur kann willkürlich angespannt werden, d.h. dass es möglich ist, die Beckenbodenmuskulatur willentlich anzuspannen und damit lässt sie sich trainieren, wie jeder andere Muskel auch.

Da es immer wieder zu Missverständnissen kommt, was das „Anspannen“ des Beckenbodens angeht, noch ein paar Zeilen hierzu.

Für die Wahl der richtigen Menstruationstasse kannst Du mit Deinem Finger testen wie stark Du die Kontraktion spürst wenn du die Beckenbodenmuskulatur anspannst. Um dies zu testen, oder auch um die Muskulatur gezielt zu trainieren, solltest Du sie zusammenkneifen (nicht pressen) und nach innen und oben ziehen, so dass der Muttermund hoch gezogen wird. Dort kannst Du sie für einige Sekunden angespannt halten und dann wieder locker lassen. Wenn du die Muskulatur trainieren möchtest kannst du dies einige Male hintereinander wiederholen. Die Dauer der Anspannung kann jeden Tag gesteigert werden.

Sportarten die den Beckenboden besonders gut trainieren sind Reiten, Yoga und Pilates. Besonders das Reiten ist hier hervorzuheben, denn hier kommt es immer abwechselnd zu Anspannung und Entspannung der Muskulatur.
Krafttraining und andere Dinge die besonders viel Druck auf den Beckenboden ausüben sind bei einer Schwächung der Beckenbodenmuskulatur nicht zu empfehlen.