Dysmenorrhoe – die schmerzhafte Regelblutung – was kann ich tun?

Schmerzhafte Regelblutung und was ihr dagegen tun könnt


Dysmenorrhoe die schmerzhafte Regelblutung gehört zu den häufigsten Zyklusproblemen unter denen Frauen leiden.

Die schmerzhaften Krämpfe sind teilweise begleitet von Kopfschmerzen,  Übelkeit, Durchfall bis hin zur Ohnmacht. In vielen Fällen liegen keine organischen Erkrankungen als Ursachen dafür vor. Dennoch leiden die betroffenen Frauen sehr darunter.

 

Ursachen können sein:

Primäre Dysmenorrhoe:
(schmerzhafte Regelblutung seit Beginn der Menstruation (Menarche))

  • Hier liegen meist keine organischen Erkrankungen zugrunde
  • Lageanomalien der Gebärmutter
  • Fehlbildung der Gebärmutter
  • Psychische Faktoren

Sekundäre Dysmenorrhoe:
(im Laufe des Lebens erworbene schmerzhafte Regelblutung)

  • Endometriose
  • Eierstockszysten
  • Gebärmutterentzündungen
  • hormonelle Ungleichgewichte
  • Psychische Faktoren
  • mechanische Verhütungsmittel

Begünstigende Faktoren können sein:

  • Ungesunde Lebensweise
  • Stress
  • das Tragen von Tampons
  • Baden in kaltem Wasser während der Menstruation

 

Wie entstehen die Schmerzen?

Die Gebärmutter unterstützt das Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut durch Kontraktionen die durch Prostaglandine (Prostaglandine sind lokale Gewebshormone und spielen eine Rolle bei der lokalen Schmerzvermittlung) gesteuert werden. Sind die Kontraktionen ungewöhnlich stark und länger als üblich, kann es zu einer Minderdurchblutung kommen, was zu einer schlechten Sauerstoffversorgung des Gewebes und zu Regelschmerzen führen kann.

 

TCM

In der chinesischen Medizin geht man davon aus, dass schmerzhafte Regelblutung durch Qi oder Blut Stagnation entsteht, aber auch übermäßige Kälte und ein Mangel an Blut, Yang oder Yin kann zu solchen Symptomen führen.

Qi Stagnation:
schmerzen schon ab einer Woche vor Beginn der Blutung, gespannte Brüste, Gereiztheit, Weinerlichkeit, zögerlicher Beginn der Blutung, Klumpen im Blut.

Blut Stagnation:
Intensiver, messerartiger Schmerz vor oder während der Regel, dunkle Blut mit großen Klumpen. Schmerz ist fixiert und wird nach dem Abgang der Klumpen besser.

Kälte Stagnation:
Besserung der Schmerzen durch Wärme, spärliches und hellrotes Regelblut, kleine, dunkle Klumpen, Schmerzen in den Lenden.

Qi und Blut Mangel:
dumpfer Schmerz gegen Ende der Blutung, Besserung der Schmerzen durch Druck, Müdigkeit, leichter Schwindel, weiche Stühle.

Yang Mangel:
Dumpfer Schmerz, blasses Blut, keine Klumpen, Besserung der Schmerzen durch Druck und Wärme, Kältegefühl, Depression

Yin Mangel:
Dumpfer Schmerz gegen Ende der Blutung, Erschöpfung, Rückenschmerzen, spärliche Blutung, Schwindel, unscharfes Sehen, Tinnitus.

 

Was Du dagegen tun kannst:

 

Tee-Rezept gegen Regelschmerzen
Johanniskraut
Scharfgarbenkraut
Melissenblätter
Frauenmantel
Kamillenblüten

Je einen Teil mit 150ml kochendem Wasser übergießen und 10-15 Min. ziehen lassen.
2-3x tägl. 1 Tasse Tee eine Woche vor Mens.

 

Heiße sieben:
3x am Tag 10 Tabletten Schüsslersalz Nr. 7 (Magnesium Phosphoricum D6) in warmem Wasser auflösen und in kleinen Schlucken trinken.
-> wirkt beruhigend und entspannend auf den Unterleib.

Kurkuma: (mehr über Kurkuma bei schmerzhafter Regelblutung erfährst im HIER)

Wärme:
Eine Wärmflasche oder ein Wärmepflaster auf den Unterbauch legen.
-> Wärme entspannt die Muskulatur und hilft damit gegen  die Krämpfe.

Kinesiotape:
Kinesiotape auf den Unterbauch und oder die Lendenwirbelsäule kleben (eine genaue Anleitung dazu bekommst Du in einem der nächsten Türchen von uns).

Bewegung:
Durch die Bewegung wird das Becken besser durchblutet und die Verkrampfungen (Qi Stagnation) können sich lösen.

 

 

Die angegebenen Tipps gegen Regelschmerzen sind allgemeine Empfehlungen und ersetzen keinesfalls eine Ärztliche Behandlung.