Sommer, Sonne – Scheideninfektion…

Wie sich u.a deine Periodenhygiene auf deine Scheidenflora auswirken kann.

Im Sommer ist unsere Scheidenflora besonders belastet. Baden in chlorhaltigem Wasser, Nasse Bikinis, und mit Wasser voll gesaugte Tampons führen nicht selten zu einer Störung der vaginalen Flora und damit zu unangenehmen Infekten.

 

Scheidenflora
Für unser Wohlbefinden und unsere vaginale Gesundheit ist die Scheidenflora (vaginales Mikrobiom) enorm wichtig.

Das vaginale Mikrobiom besteht hauptsächlich aus den aneroben Lactobacillen (Milchsäurebakterien). Sie bilden Milchsäure, die für das sauren PH in der Scheide sorgt.
Der PH Wert liegt in einem gesunden Milieu zwischen 3,8 und 4. Ist er höher, begünstigt das Bakterien und Pilzwachstum.

Viele Frauen leiden immer wieder an Scheideninfekten aller Art, die echt unangenehm sein können.

  • Brennen in der Scheid
  • Juckreiz
  • vermehrter fischig riechender Ausfluss (bakterielle Infektion)
  • Schmerzen, jucken, brennen beim Geschlechtsverkehr
  • Bröckeliger weißer Ausfluss (Pilzinfektion)

gehören zu den typischen Symptomen.

In den meisten Fällen verlaufen solche Infektionen harmlos, allerdings können Entzündungen auch auf die Gebärmutter und die Eileiter übergehen, was bis zur Unfruchtbarkeit führen kann.

Deswegen ist es immer ratsam bei einer Infektion einen Gynäkologen aufzusuchen.

 

Was deine Scheidenflora beeinflusst:

 

Ernährung:
Genauso, wie die Ernährung deine Periode beeinflussen kann, kann sie auch dein vaginales Milieu beeinflussen.
Besonders Zuckerhaltige Nahrungsmittel fördern das Wachstum von Pilzen und Bakterien.
Präbiotika hingegen fördern das Wachstum von guten Lactobacillen:

Präbiotika die das Wachstum von Lactobacillen besonders gut fördern sind:

  • Oligosachharidein Hülsenfrüchte (insbesondere Sojabohne), Kürbisgewächse, Spargel, Kohl, Broccoli, rote Bete, Zwiebelgewächse, helle Pfirsiche, Wassermelonen Zuckerrübe und Zuckerrohr. Einige Bindemittel: Johannisbrotkernmehl, Traganth
  • Polyfructane in Topinambur, Spargel, Chicoree, Schwarzwurzeln, Artischocken, Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Löwenzahnwurzeln

 

Darm:
Das Mikrobiom des Darmes hat einen erheblichen Einfluss auf das vaginale Milieu. Schon bei der Geburt nimmt das Baby Milchsäurebakterien aus der Scheide der Mutter auf und beginnt damit das Milieu im Darm zu bilden. Später wandern die Laktobacillen dann unter Einfluss von Östrogen in die Scheide. Je stabiler dein Darmmikobiom ist umso besser ist auch deine Scheidengesundheit.
So können beispielsweise Pilze aus dem Darm in die Scheide verschleppt werden.

Periodenhygiene:
Deine Periodenhygiene hat in mehrerer Hinsicht Einfluss auf deine Vaginale Flora. Zum einen können Hygieneartikel welche Flüssigkeiten stark aufsaugen wie z.B. Tampons, die Scheidenschleimhäute austrocknen und somit anfälliger für Infektionen machen.

Und zum anderen können beispielsweise Binden für ein feucht warmes Klima sorgen, was Pilzen Tor und Tür öffne.

Auch Tampons die sich beim Schwimmen von unten mit Wasser vollsaugen, können das Milieu erheblich stören.

 

Chlorhaltiges Wasser:
Chlorhaltiges Wasser tötet Bakterien im Wasser ab. Leider aber auch in unserer Scheide. Hier kann es vorteilhaft sein, auch außerhalb deiner Periode mit einer Menstruationstasse als Schutz für die Schleimhäute, schwimmen zu gehen.

 

Falsche Intimhygiene:
Zu viel und zu starke Intimhygiene kann deine Vaginale Flora negativ beeinflussen. Am besten du wäscht dich im Intimbereich nur mit Wasser oder eine spezielle Intimwaschlotion bei der der PH wert angepasst ist.

 

Unterwäsche:
Stringtangas können unerwünschte Bakterien wie E.Colis (verursachen gerne Blasenentzündung) und auch Pilze vom Afterberich in Richtung Scheide befördern.
Am besten ist Baumwoll- oder Seidenunterwäsche. Denn diese sorgen für ein ausgeglichenes Klima im Intimbereich.

 

Stress:
Stress kann unseren Hormonhaushalt erheblich beeinflussen und damit auch unser vaginales Milieu. Zudem macht Stress generell anfälliger für Infekte.

 

Hormone:
Besonders das Östrogen (Estriol) hat Einfluss auf unsere Scheidenschleimhäute. Es befeuchtet und fördert damit die Lactobacillen. Besonders hormonelle Schwankungen und Hormonmangel machen uns anfällig für Scheideninfektionen. Viele Frauen sind in der Zeit um die Periode anfälliger, weil sich hier der PH Wert von Sauer zu alkalisch verändert und die Hormone zu Beginn des Zyklus noch niedrig sind.

 

Medikamente:
Medikamente wie z.B.

  • Antibiotika töten leider nicht nur lästige Bakterien, sondern auch nützliche Bakterien wie die Lactobacillen ab.
    In vielen Fällen hilft es schon während oder nach einer Antibiotikatherapie Milchsäurebakterien für die Vaginal Flora einzunehmen um den lästigen Pilzen die Frauen häufig nach einer Antibiose bekommen vorzubeugen.
  • Cortison kann die Schleimhäute austrocknen
  • Hormonelle Verhütungsmittel

 

Was du gutes für deine Vaginalflora tun kannst:

  • Ernähre dich gesund und ausgewogen mit wenig Zucker und Weißmehl
  • Baue immer wieder Präbiotika in deinen Speiseplan mit ein
  • Achte auf eine gute Darmgesundheit
  • Nutze Periodenhygieneartikel wie Menstruationstassen oder Stoffbinden/Periodenslips um deine Vaginalflora nicht unnötig zu belasten.
  • Meide Chlorhaltiges Wasser
  • Meide übertriebene Intimhygiene
  • Und zu aller Letzt, reduziere soweit es geht Stress

Menstruationstasse in den Wechseljahren

Jetzt erst recht!

Immer öfter höre ich von Frauen die es schade finden, dass sie erst jetzt von den tollen Tässchen erfahren haben,  es sich aber für sie nicht mehr lohnt, denn sie seien eigentlich schon in den Wechseljahren und das würde sich ja für die paar Jahre nicht mehr lohnen.

Doch hier gilt die Devise – JETZT ERST RECHT!

Was bedeuten die Wechseljahre?

Wechseljahre lassen sich in drei Abschnitte einteilen.

Die Prämenopause  beginnt ca. ab dem  40 Lebensjahr. Dies sind die Jahre vor der Perimenopause. Die Hormonproduktion in den Eierstöcken lässt nach und Eisprünge werden seltener.
Durch die seltener werdenden Eisprünge nimmt die Progesteronbildung ab und es kommt zu verlängerten Zyklen teilweise mit einer stärkeren und oder längeren Blutung.
Durch die Abnahme des Progesterons stimmt das Verhältnis der Hormone zueinander nicht mehr und es kann zu weiteren Symptomen wie z.B. Brustspannen, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen kommen. Progesteron ist ein Gegenspieler zu Östrogen. Da es als erstes abnimmt kommt es zu einer relativen Östrogendominanz, was zu vermehrtem Wachstum der Gebärmutterschleimhaut führen kann. Dadurch wird die Blutung stärker.

Die Perimenopause  beschreibt die Jahre kurz vor und während der eigentlichen Menopause. Die Blutungen kommen seltener und bleiben irgendwann ganz aus. Durch die selteneren Blutungen kommt es häufig zu einer stärkeren und längeren Blutung, denn die Gebärmutterschleimhaut hatte länger Zeit sich aufzubauen. Jetzt nimmt auch das Östrogen langsam ab und viele Frauen haben mit trockenen Schleimhäuten und dadurch bedingt häufigeren vaginalen Infektionen  und Problemen beim Geschlechtsverkehr zu kämpfen. Das ist auch die Zeit wo Hitzewallungen und Nachtschweiß auftreten.

 

Postmenopause sind die Jahre nach der Menopause, in der der Körper noch etwas Zeit benötigt sich an den niedrigen Hormonspiegel zu gewöhnen.

Menstruationstassen sind genau in der Zeit der Prä- und Perimenopause eine perfekte Begleitung. Anders als Tampons, trocknen sie die Schleimhäute nicht zusätzlich aus und können auch problemlos besonders bei länger anhaltenden oder starken Blutungen getragen werden ohne Reizungen oder trockene Schleimhäute zu verursachen.

 

PMS – prämenstrualles Syndrom

PMS und was das ganze mit einer Menstruationstasse zu tun hat….

In diesem Artikel erfährst du was für Ursachen PMS haben kann und was du dagegen unternehmen kannst.

Du leidest besonders in der zweiten Zyklushälfte (Luthealphase) unter folgenden Symptomen?

  • Schmerzen und Spannungsgefühl in den Brüsten, Ödembildung, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, Blähungen, Müdigkeit, Akne, schmerzen im Rücken und Unterleib.
  • Depression, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen
  • Nervosität, Aggressivität, Reizbarkeit, Heißhunger auf süß und salzig

Dann kann es sein, dass du wie ein Drittel aller Frauen im gebärfähigen Alter, unter dem so genannten prämenstruellen Syndrom (PMS) leidest.

 

Was bedeutet PMS eigentlich?

Das prämenstruelle Syndrom (PMS) ist ein Symptomenkomplex welche in der Zeit zwischen dem Eisprung und der Periode (Luthealphase) auftreten. Meist 5-7 Tage vor Beginn der Periode.

Ursache für PMS sind noch nicht letztlich geklärt. Es kommen verschiedene Ursachen in Frage, je nach Symptomenkomplex. Man geht davon aus, dass ein hormonelles Ungleichgewicht zur Hauptursache zählt. Besonders eine Östrogendominanz als Folge eines Progesteronmangels, oder durch Umweltfaktoren wie Endokrine Disruptoren wie Phtalate, BPA, Xenoöstrogene etc.  sind Hauptverursacher. Aber auch ein erhöhtes Prolaktin, Serotonin und oder GABA Mangel können eine Rolle spielen.

In den meisten Fällen ist es ein Multifaktorielles Geschehen.

Weiter mögliche Ursachen sind:

  • Die Einnahme der Pille (Vitamin B6 Räuber Nummer 1)
  • Vitamin B6 Mangel: Vitamin B6 ist an der Synthese von Serotonin, Dopamin, GABA beteiligt
  • Zu hohe Estrogen Spiegel können die zu einer Entleerung der Vitamin B6 Speicher in der Leber führen und den Stoffwechsel von Serotonin und Dopamin stören. Niedrige Dopaminspiegel fördern die Ausschüttung von Prolactin, was wiederum die Progesteron Synthese im Corpus Lutheum behindern kann. Daraus folgt dann ein Progesteronmangel.
  • Stress -> erhöhte Ausschüttung von Cortisol -> Progesteronmangel -> keine Eisprünge -> Östrogendominanz
  • Serotoninmangel
  • Umwletfaktoren wie Xenoöstrogene, BPA, Phtalate, Mikroplastik etc.

 

Was du selber dagegen tun kannst:

Ernährung spielt eine große Rolle in der Behandlung von PMS. Die Reduktion von einfachen Kohlenhydraten und ein Verzicht auf Milch (hormonell aktiv) kann schon zu einer wesentlichen Besserung der Symptome führen.

  • vielleicht magst du auf eine hormonfreie Verhütung umstellen
  • Vitamin B6 Mangel ausgleichen (Walnüsse, Sonnenblumenkerne, Muskelfleisch, Avocado, Eier). Über eine kurze Zeit höhere Vitamin B6 Gaben können enorm gut gegen PMS helfen.
  • Magnesium als Citrat kann besonders bei Muskelspannungen und Stimmungsschwankungen helfen.
  • Vitamin E kann besonders bei Schmerzen und Spannungsgefühl in den Brüsten helfen.
  • 1-2 EL Leinöl kann einen gestörten Prostaglandinstoffwechsel normalisieren. (Prostaglandine verstärken die Schmerzwahrnehmung und fördern Uteruskontraktionen).
  • Frauenmantel, das Kraut für die Frau in allen Lebenslagen. Mein persönlicher Liebling!!!
    Frauenmanteltee in der zweiten Zyklushälfte unterstützt das Progesteron.
  • Meide nach Möglichkeit Stress. Stress führt zu einer erhöhten Cortisolausschüttung. Cortisol wird aus Progesteron hergestellt und kann so durch einen erhöhten Bedarf zu einem Progesteronmangel führen.
  • Wenn du speziell in der zweiten Zyklushälfte mit Ängsten oder gedrückter Stimmung zu kämpfen hast, kann die eine Handvoll Cashewnüsse am Tag helfen deinen Serotoninspiegel zu heben. Cashew enthält die für die Bildung von Serotonin essentielle Aminosäure L-Tryptophan. Bei Stress wird auch gerne mal die doppelte Menge benötigt. Wenn du mal keine Lust auf Cashew hast, darf es ausnahmsweise auch 30gr. Dunkle Schokolade sein 😉
  • Verbanne alle Stoffe die zu den endokrinen Disruptoren gehören aus deinem Leben. Xenoöstrogene sind synthetisch hergestellte chemische Verbindungen mit estrogenartiger Wirkung auf das Hormonsystem eines Organismus und zählen damit zu den endokrinen Disruptoren. Viele Weichmacher wie BPA, Phtalate und Mikroplastik enthalten xenoöstrogene.
  • Verbanne sämtliches Plastik aus deinem Haushalt und dem Badezimmer wie z.B.
  1. Plastikflschen
  2. Nahrungsmittel die in Plastik eingeschweißt sind
  3. Konservendosen (sind häufig innen beschichtet)
  4. Wasserkocher aus Plastik
  5. Geschirr aus Kunststoff, Trinkbecher aus Kunststoff
  6. Herkömmliche Damenhygieneprodukte
  7. Zahnbüste aus Plastik
  8. Duschgeel/Peeling mit Mikroplastik
  9. Körperlotion etc.
  10. herkömmliche Binden (sie enthalten Mikroplastikkügelchen in den Superabosrbern)
  • Nutze als Periodenhygiene alternativen ohne Kunststoff und Plastik wie z.B. Menstruationstassen. Menstruationstassen helfen dir während deiner Periode nicht zusätzlich mit BPA, Phtalaten und anderen giftigen Substanzen wie sie in herkömmlichen Menstruationshygieneprodukten enthalten sein können in Berührung zu kommen. Denn diese können in der Summe, dein hormonelles Gleichgewicht empfindlich stören.

 

Fazit: Es klingt kompliziert, aber eigentlich ist es gar nicht so schwer. Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung und dazu umweltfreundlichen Lebensweise kannst du selber sehr viel gegen deine PMS Symptome tun.
Gans nach dem Motto….Sei du selbst die Veränderung, die du dir für diese Welt wünscht.

 

 

Präventionsarbeit der Aidshilfe Heidelberg in Kooperation mit Feecup

Zur sexuellen Gesundheit gehört auch eine gesunde Menstruationshygiene

Vor einigen Wochen hat uns die Aidshilfe Heidelberg um eine Kooperation für ihr Präventionsprogramm gebeten. Wir sind dem sehr gerne nachgekommen, denn das Thema Aufklärung und Prävention liegt uns sehr am Herzen.

Die AIDS-Hilfe Heidelberg ev. ist seit 1986 eine Interessenvertretung für Menschen mit HIV und AIDS. Ihr Hauptanliegen ist die Beratung und Betreuung von Betroffenen und ihren Bezugspersonen. Außerdem leistet sie einen wichtigen Beitrag in der Prävention, indem sie alle Menschen über verschiedenste Themen rund um die sexuelle Gesundheit informiert.

Zur sexuellen Gesundheit gehört auch eine gesunde Menstruationshygiene. Denn beispielsweise trockene Schleimhäute wie sie unter Anderem durch Tampons entstehen können, begünstigen Vaginale Infektionen aller art.

Leider können sich viele Frauen keine alternative Menstruationshygiene leisten. Langfristig gesehen hilft eine Menstruationstasse den Frauen nicht nur bei ihrer Gesundheit, sondern auch damit Geld zu sparen. Denn sie ist viele Jahre wiederverwendbar und spart so den monatlichen Kauf von Binden und Tampons.

Im Rahmen des Präventionsprogrammes gibt die Aidshilfe Heidelberg in Kooperation mit FEE, Migrantinnen mit geringem Budget die Möglichkeit, ihre Gesundheit Best Möglich aufrecht zu erhalten. Es wird über alternative Menstruationshygiene aufgeklärt und über eine Spende kostenlos feecup Menstruationstassen an betroffene verteilt. Weil wir ein bisschen Bedenken hatten, dass die sprachliche Barriere evtl. dazu führen könnte, dass die Frauen nicht verstehen wie man die Cups anwenden kann, wurden von der Aidshilfe Heildelberg sogar extra Inforamtionsbrochuren in unterschiedlichen Sprachen gedruckt um die Migrantinnen ausreichend zu informieren.

Vielen Dank für so viel Einsatz!

Mitarbeiterinnen der Aidshilfe Heidelberg beim verpacken der gespendeten Feecups
feecup Menstruationstassen Spende für die Aidshilfe Heildelberg
feecup Menstruationstassen mit Brochuren in vielen Sprachen zur Aufklärung
Mitarbeiterinnen der Aidshilfe Heidelberg veracken die gespendeten Menstruationstassen für ihre Klientinnen im Rahmen des Präventionsprogrammes.
FEE Menstruationstasse made in Germany

Hilfe, meine Feecup hat sich mit der Zeit verfärbt……

Was du tun kannst, wenn sich deine Feecup verfärbt hat

Leider liegt es in der Natur der Sache, dass sich deine Menstruationstasse durch den Blutfarbstoff das Hämoglobin (Hämoglobin ist der eisenhaltige Proteinkomplex, der in den roten Blutkörperchen Sauerstoff bindet und ihnen ihre Farbe verleiht), mit der Zeit etwas  verfärben kann. Die gute Nachricht ist, in vielen Fällen lassen sich die Verfärbungen mit herkömmlichen “Hausmitteln” entfernen. Viele Methoden sind die Selben die auch zum Entfernen von unangenehmen Gerüchen dienen. Du kannst also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Verfärbungen vorbeugen

Grundsätzlich kannst du Verfärbungen auch etwas vorbeugen, indem du deine Cup immer erst mit kaltem Wasser abspülst. Ganz wichtig ist auch die Luftlöcher immer gut zu reinigen, denn hier können sich mit der Zeit Bakterien anhaften. Am besten kannst du die kleinen Löcher mit einer Interdentalbürste reinigen.

Wenn deinen Feecup schon verfärbt ist, hast du hier ein paar Ideen wie du diese wieder weg bekommst. Bitte beachte aber dies nicht allzu häufig zu tun, denn das Material kann dadurch mit der Zeit angegriffen werden.

1. Essig: 400ml Wasser und einen Esslöffel klaren Essig mischen, die Feecup darin für 20 Minuten köcheln lassen. Die Menstruationstasse am Ende mit klarem Wasser abspülen und an der Luft trocknen lassen.

2. 1-2 EL Zitronensaft mit Wasser vermischen und deine Feecup darin einlegen. Anschließend wieder mit klarem Wasser spülen.

3. Deine Feecup in einem Gefäß mit Wasser bedeckt einlegen. Dem Wasser jeweils 1 EL Backpulver oder Natron dazu geben und die FEE 24 Stunden darin liegen lassen.

4. 3% Wasserstoffperoxid-Lösung:
Das Baden in Wasserstoffperoxid ist etwas stärker als die anderen drei Methoden und kann dann angewendet werden, wenn die Anderen Lösungen nicht geholfen haben. Ich würde es allerdings nicht allzu häufig machen, weil nicht klar ist, ob der Wasserstoffperoxid bei häufigerer Anwendung das Material angreifen kann. Wenn du es nur ab und zu machst, brauchst du ir darüber aber keine sorgen machen.

 

Deine Menstruationstasse in reichlich Wasser und einem Esslöffel Wasserstoffperoxid-Lösung einlegen 1-2 Stunden liegen lassen. Anschließend deine Cup gut mit klarem Wasser abspülen und trocknen lassen.

Feecup zu Gast in Katis Show

Kati´s Show – Vom Kinderwunsch zur gesunden Familie

Vor wenigen Wochen durfte ich mit Feecup zu Gast in Kati´s Show sein. Kati lebt mit ihrem Mann und ihrem Pflegekind in Neuseeland und arbeitet im Bereich Kinderwunsch und Ernährungsberatung bzw. alles rund um einen gesunden Körper.

Sie hat mich in ihrem Show eingeladen um mit mir über Menstruationstassen zu sprechen. In Neuseeland sind Menstruationstassen noch nicht so verbreitet wie in Deutschland.

Es war ein unglaublich schönes Interview und hat sehr viel Spaß gemacht mit Kati zu sprechen. Besonders hat mich auch gefreut, dass wir am Ende noch Katis Pflegekind hören durften 🙂

Im Interview erfährst du, was du berücksichtigen musst um eine passende Menstruationstasse zu finden, Qualitätsmerkmale, Vorteile von Menstruationstasen, besonders wenn du in der Kinderwunschzeit bist und auch ein bisschen über meine Hindergrundgeschichte und wie es zur Gründung von FEE kam.

Es war mein erster Podcast, und ich muss zugeben, ich war schon etwas aufgeregt. Aber es hat unglaublich viel Spaß gemacht und Kati ist ja ein echter Profi.

Ich wünsche dir viel Spaß beim zuhören.

HIER gehts zum Podcast auf Spottify
HIER gehts zum Podcast auf iTunes

 

Was tun gegen unangenehme Gerüche an deiner Menstruationstasse?

Wenn deine Menstruationstasse anfängt unangenehm zu riechen, sind meist Bakterien daran schuld.

So bekommst du den unangenehmen Geruch wieder weg:

  1. Essig: 400ml und einen Esslöffel klaren Essig mischen, die Feecup darin einlegen und für 20 Minuten kochen. Die Menstruationstasse am Ende mit klarem Wasser abspülen und trocknen lassen.
  2. 3% Wasserstoffperoxid-Lösung: Deine Menstruationstasse in reichlich Wasser und einem Esslöffel Wasserstoffperoxid-Lösung einlegen 1-2 Stunden liegen lassen. Anschließend deine Cup gut mit klarem Wasser abspülen und trocknen lassen.

Sowohl Essig als auch Wasserstoffperoxid wirken Antibakteriell. Wasserstoffperoxid kann jedoch bei häufigem Gebrauch das Material deiner Menstruationstasse angreifen. Daher würde ich Dir empfehlen dies nicht allzu häufig zu tun.

TIPP: Gerüche entstehen häufig auch wenn das Blut zu lange in der Menstruationstasse steht. Du kannst dem also vorbeugen, wenn du dein Tässchen einfach etwas häufiger wechselst.

Wie du Verfärbungen wieder weg bekommst und ob du deine Menstruationstasse nach einer Vaginalen Infektion noch nutzen kannst verraten wir dir in den folgenden Beiträgen.

Menstruationstasse aus USP CLASS VI Silikon

Was steckt hinter der USP Klassifizierung?

Wenn du dich mit Menstruationstassen beschäftigst, stolperst du immer mal wieder (leider viel zu selten) über den Begriff “Silikon mit USP VI Zertifizierung”.

Aber was bedeutet das denn im Klartext?

Kunststoffe, die in der Medizintechnik und Pharmazie Anwendung finden, werden in der United States Pharmacopeia (USP), in sechs Biokompatibilitäts-Klassen unterteilt. Um in unserem Beispiel Silikon einer der Klassen zuzuordnen, werden sie verschiedenen Tests unterzogen, mit deren Hilfe die biologische Reaktivität in vivo (im lebenden Organismus) bestimmt wird.

Dabei stellt die USP Class VI die strengste Klasse dar und wird mit einer Pharmazulassung für polymere Materialien gleichgesetzt.

Bewertet werden die korrekte Identität des Arzneistoffes, Wirkstoffstärke, Qualität, Reinheit und Zusammensetzung

Die wichtigste Grundvoraussetzung für die Verwendung im lebenden Körper bzw. am Menschen ist die Biokompatibilität des eingesetzten Silikons.

Im Idealfall entsteht durch den Kontakt mit dem lebenden System, mit dem z.B. eine Menstruationstasse in Kontakt ist, überhaupt kein nachteiliger Effekt.

Dann wird von Biokompatibilität gesprochen.

Je nach Anwendung werden Anforderungen an medizinisch eingesetzte Materialien gestellt. So reicht beispielsweise für ein Produkt mit Hautkontakt eine USP Class I Einstufung, für eine Anwendung als Implantat oder in Kontakt mit dem Blutkreislauf wird USP Class VI gefordert. Des Weiteren ist auch die Kontaktdauer ein wichtiges Kriterium, nach dem entschieden wird welche Richtlinie nötig ist. Beispielsweise ist bei Kontakt mit Schleimhautoberflächen Class I bei unter 24 Stunden, bei 1 bis 30 Tagen Class III und bei einer Anwendungsdauer von über 30 Tagen Class V vorgeschrieben.

Um eine USP Class VI Einstufung zu erhalten, werden die folgenden Tests des Materials selbst, sowie von verschiedenen Extrakten dieses Materials in externen Prüflaboratorien durchgeführt. Grob lassen sich die folgenden drei Testfelder unterscheiden:

  • akute systemische Toxizität: Es erfolgt die Bestimmung der akuten Reizwirkung bei Hautkontakt, Einatmen und Verschlucken.
  • intrakutane Reaktivität: Das Testmaterial wird in direkten Kontakt mit dem Gewebe gebracht, für das es im normalen Gebrauch vorgesehen ist.
  • Implantationstest: Es wird die Reaktion nach Implantation in das Gewebe eines lebenden Organismus untersucht. Die Zeitdauer beträgt in der Regel fünf Tage.

Menstruationstassen sind in Deutschland nicht als Medizinprodukt klassifiziert. Das bedeutet, dass es keine Vorschrift hinsichtlich der Klassifizierung des verwendeten Silikons gibt.
einzig die Zertifizierung sagt Dir, welche Qualität das Silikon deiner Menstruationstasse hat. Auch wenn die Bezeichnung „medizinisches Silikon“ darauf steht, heißt das nicht automatisch, dass das Silikon die dem entsprechenden Zertifizierungen wie z.B. die USP VI Klassifizierung durchlaufen hat.

Das für die FEE Menstruationstasse verwendete Silikon hat selbstverständlich die USP Class VI Zertifizierung durchlaufen. Du kannst dir also sicher sein, dass das Silikon absolut verträglich ist und keine Schadstoffe abgibt.

Menstrautionstasse aus “medizinischem Silikon”

Was bedeutet medizinisches Silikon, bzw. was bedeutet es nicht?

 

Medizinisches Silikon ist kein definierter Begriff

Viele Hersteller von Menstruationstassen werben damit, dass ihre Menstruationstassen aus medizinischem Silikon hergestellt werden.
Das klingt erstmal super!

Aber bedeutet das auch, dass das verwendete Silikon unbedenklich für deinen Körper ist?

Leider ist der Begriff „medizinisches Silikon“ kein definierter oder gar geschützter Begriff.

Das bedeutet jeder Hersteller darf auf sein Produkt „medizinisches Silikon“ schreiben, völlig egal welches Silikon tatsächlich verwendet wurde.

 

Die Zertifizierungen des Silikons sagen dir etwas über die Qualität

Die Reinheit/Qualität eines Silikons wird ua. über die entsprechenden Zertifizierungen definiert. USP Class VI und ISO 10993 sagen dir z.B. dass das Silikon deiner Menstruationstasse Tests durchlaufen hat welche den Einsatz im medizinischen Bereich geeignet machen.

Menstruationstassen unterliegen in Deutschland nicht dem medizinproduktegesetzt und müssen daher von Gesetzes wegen nicht die hohen Standards von Medizin Produkten entsprechen.

Deswegen ist es enorm wichtig darauf zu achten, welche Zertifikate das verwendete Silikon deiner Menstruationstasse hat.

Einige Reseller haben nur die entsprechend zertifizierten Menstruationstassen im Sortiment, so dass du dich nicht damit auseinander setzten musst und dir dennoch sicher sein kannst, dass deine Menstruationstasse unbedenklich und von guter Qualität ist.

Daher lohnt es sich auf jeden Fall, dich bei entsprechend spezialisierte Shops beraten zu lassen und auch dort zu bestellen. Damit sparst du dir die eigene Recherche und kommst ein absolut sicheres und auch passendes Produkt.

Gleiches gilt natürlich für unsere Fee´s

Mehr über die einzelnen Zertifikate berichte ich Euch in den folgenden Beiträgen.